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18. Februar 2015 | Von: Karin Weise

Aus Karabag Elektroauto wird ReeVOLT!

Photovoltaikanlagen, Stromspeicher für Ein- und Mehrfamilienhäuser, elektrische Kleinwagen und Transporter – ReeVOLT! ist bekannt als Markendach für integrierte Speicherlösungen und Elektromobilität. Künftig agiert ReeVOLT! auch als gleichnamiges eigenständiges Unternehmen.

Nachdem der Ökostrom- und Gasversorger WEMAG AG im Mai 2014 einen Anteil von 70 Prozent an der Karabag Elektroauto GmbH übernommen hat, werden damit die Kompetenzen im Bereich Speicher und E-Mobilität weiter gebündelt. Die Mitarbeiter des Karabag-Standortes Hamburg-Lokstedt, die mit der Entwicklung und dem Bau von Elektrofahrzeugen beschäftigt sind, wurden bereits bis Ende des Jahres 2014 in den Standort der ReeVOLT GmbH in Schwerin integriert.

Raymond See wird als Geschäftsführer der ReeVOLT GmbH zusammen mit dem Elektroautopionier Sirri Karabag weiterhin die Geschicke des Unternehmens leiten. Beide Geschäftsführer verbindet eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit. Bereits 2011 begannen See als Verkaufsleiter der WEMAG und Karabag mit dem gemeinsamen Vertrieb von zunächst 40 Elektroautos. Seit rund zwei Jahren besteht eine Entwicklungs- und Vertriebspartnerschaft unter dem Dach der WEMAG-Marke ReeVOLT!, die ebenfalls erfolgreich von Raymond See geführt wird. Im Mai folgte nach Abschluss der kartellrechtlichen Prüfung die teilweise Übernahme der Karabag Elektroauto GmbH durch die WEMAG AG. 

„Die WEMAG hat sich europaweit als Ökostromanbieter und Kompetenzzentrum für innovative Speichertechnologien etabliert. Bereits Mitte 2014 haben wir in Schwerin den größten kommerziellen Stromspeicher Europas eingeweiht. Auf der anderen Seite bietet unsere Unternehmenstochter ReeVOLT! seit rund zwei Jahren leistungsfähige und günstige auf Basis recycelter Fahrradakkus basierende Stromspeicher etwa für Einfamilienhäuser“, erklärt Caspar Baumgart, kaufmännischer Vorstand der WEMAG AG.

„Elektroautos besitzen ebenfalls ein großes Potenzial, verschiedene Herausforderungen der Energiewende zu begegnen, und stellen als mobile Speicher in der ReeVOLT!-Strategie einen wichtigen Eckpfeiler dar. Eine Vermarktung beider Produktzweige wird auch deshalb künftig unter einem Namen und durch ein Unternehmen stattfinden.“ Nutzung von E-Autos als Speicher für HausstromErst im Jahr 2013 hatte die WEMAG einen selbst entwickelten Stromspeicher für den Hausgebrauch vorgestellt und mit dem Bau von Europas größtem kommerziellem Batteriepark begonnen.

Gemeinsam wollen Karabag und WEMAG nun die Integration der E-Auto-Akkus in die Hausstromversorgung vorantreiben, damit Energie im Interesse der Nachhaltigkeit schnell und unkompliziert gespeichert werden kann. Schließlich lassen sich Wind und Sonne nicht wie ein Kraftwerk herauf- und herunterfahren. „Es ist ein wenig so wie früher mit den Nachtspeicheröfen. Dort wurde billige Energie ‚geparkt‘, die dann tagsüber in Form von Wärme wieder abgegeben wurde. In einem Elektroauto kann ebenfalls hervorragend Strom ‚geparkt‘ werden, der etwa durch eine Photovoltaikanlage auf dem Hausdach erzeugt wurde. Das ist günstiger, als den Strom ins Netz einzuspeisen, um ihn später zurückzukaufen, und es entlastet auch die Netze. Da mit lässt sich eine der wichtigsten Herausforderungen der Energiewende meistern. In Verbindung mit einem Stromspeicher im Haus funktioniert dieses Prinzip bereits heute und wird von uns unter dem Namen ReeVOLT! als Gesamtpaket vermarktet“, verrät Raymond See, ReeVOLT!-Geschäftsführer und Entwicklungsleiter bei der WEMAG.

Und diese Entwicklung läuft laut Sirri Karabag bereits auf Hochtouren: „Zurzeit läuft die technische Abnahme eines Elektrotransporters der sogenannten Sprinter-Klasse. Für diesen gibt es bereits Kaufoptionen im dreistelligen Bereich. Das E-Mobility-Kit zur Umrüstung von konventionell betriebenen Fahrzeugen wird ebenso konsequent weiterentwickelt wie unser Speichersystem oder der elektrische Kleinwagen auf Fiat-500-Basis.

Das ReeVOLT!-Team hat 2014 fleißig seine Hausaufgaben gemacht und viel Zeit in die Händleransprache investiert. Das wird sich 2015 auszahlen“, resümiert Karabag. „Wir sind der erste Energieversorger, der Elektromobilität als strategisches Geschäftsfeld nutzt und nicht nur für PR-Zwecke“, bekräftigt Baumgart die Entscheidung, den Elektroautohersteller zu übernehmen.    Quelle: ReeVolt/NF

 

 

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