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19. November 2014 | Von: Karin Weise

Deutsche Automarken sind Qualität

„Deutsche Automarken stehen weltweit für erstklassige Qualität und Zuverlässigkeit. Das liegt vor allem auch an der Arbeit unserer Qualitätsmanager, die tagtäglich nach Perfektion streben. Zuletzt hat wieder der TÜV-Report gezeigt: In der Klasse der zwei- bis dreijährigen Autos gingen die Plätze eins bis zehn an Fahrzeuge deutscher Hersteller“, betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) auf dem 11. Qualitäts-Gipfeltreffen, den das Qualitäts Management Center des VDA (VDA QMC).

Das Qualitäts-Gipfeltreffen ist Europas wichtigstes Branchentreffen für Qualitätsmanagement in der Automobilindustrie und hochrangig besetzt. 

Wissmann betonte: „Unsere Qualitätserfolge sind das Ergebnis des systematischen, nachhaltigen Bestrebens der Industrie, die Qualität ihrer Produkte und Prozesse über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg kontinuierlich zu verbessern. `Made in Germany´ ist ein Qualitätssiegel, auf dem wir uns nicht ausruhen, sondern dem wir uns stets verpflichtet fühlen.“ Die Unternehmen der Automobilindustrie haben daher die Automotive Quality Alliance ins Leben gerufen. 

Die Initiative richte sich auch an Unternehmen, die als Lieferanten am Ausgangspunkt der Lieferkette stehen (N-Tier) und bisher noch nicht als Teil der globalen automobilen Lieferkette betrachtet wurden. Im Rahmen dieses QMC-Gipfeltreffens wird sie erstmalig einem großen Publikum vorgestellt.

Der VDA setzt sich weltweit für höchste Qualitätsstandards in der Automobilproduktion ein. „Das QMC ist mit eigenen Niederlassungen in wichtigen Auslandsmärkten aktiv. Vor allem das Engagement des QMC in China lohnt sich. Denn China ist der größte Pkw-Markt der Welt und hat noch enormes Potenzial“, sagte Wissmann. Auch am Engagement in Russland werde das QMC weiter festhalten. Der russische Automobilmarkt werde sich mittel- und langfristig erholen. Auch sei bei der Verbreitung europäischer Qualitäts-Standards schon viel erreicht worden. „Mit seiner Strategie der konsequenten Internationalisierung ist das QMC eine wichtige Stütze für unsere Mitgliedsunternehmen“, unterstrich Wissmann.

Mit seiner Hochschulinitiative verfolge das QMC darüber hinaus ein weiteres wichtiges Ziel, nämlich Impulse aus der automobilen Lieferkette direkt mit in die Hochschulausbildung einfließen zu lassen. Im Frühjahr dieses Jahres war dazu an der TU Berlin eine vom VDA Qualitäts Management Center neu gestiftete Universitätsprofessur für das Fachgebiet „Qualitätsstrategie und Qualitätskompetenz“ besetzt worden.

Die deutsche Automobilindustrie habe auch beim „Vernetzten und Automatisierten Fahren“ den Anspruch, Innovationstreiber zu sein. Wissmann betonte: „Dafür nehmen unsere Unternehmen viel Geld in die Hand. Allein in den kommenden drei bis vier Jahren investieren die deutschen Hersteller und Zulieferer 16 bis 18 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung zum Vernetzten und Automatisierten Fahren.“ Das Auto erlebe damit eine digitale Evolution. Die IT werde mit rasantem Tempo in die neuen Autos integriert. Studien zur Fahrzeugvernetzung zeigten: Bereits 2016 werden mindestens 80 Prozent aller verkauften Neuwagen vernetzt sein – heute liegt der Anteil noch bei etwa 20 Prozent. Quelle: VDA/NF

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