28. November 2012 | Von: Karin Weise

Auswirkung von E-Car-Sharing auf Mobilität

Mit dem nun gestarteten Forschungsprojekt „WiMobil“ untersucht die BMW Group die Wirkung von E-Car-Sharing Systemen auf Mobilität und Umwelt in urbanen Räumen. Das Projekt, das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert wird, findet in Berlin und München statt und hat eine Laufzeit von drei Jahren.

 Projektpartner sind die BMW Group mit ihrem Premium Car Sharing Anbieter DriveNow und die DB Rent GmbH mit dem Car Sharing System Flinkster. Beteiligt sind außerdem die Städte Berlin und München sowie die Universität der Bundeswehr München und das Institut für Verkehrsforschung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V, die die wissenschaftlichen Analysen verantworten.

 Im Rahmen des Forschungsprojekts sollen ab dem 2. Quartal 2013 Nutzerbefragungen, Mobilitätstrackings und Backend-Daten-Aufzeichnungen u.a. Aufschluss darüber geben, wie und von welchen Zielgruppen E-Car Sharing genutzt wird, in welchen Gebieten es eine Nachfrage gibt, welche Umweltwirkungen die Systeme sowie die Ladeinfrastruktur haben und welche Entwicklungsszenarien sich daraus für E-Car Sharing Systeme ergeben.

Dr. Bernhard Blaettel, der das Projekt Mobilitätsdienstleistungen bei der BMW Group leitet: „Uns ist es wichtig, im Rahmen des vom Bundesministerium initiierten Projekts einen Beitrag zur Mobilitätsentwicklung in urbanen Räumen zu leisten. BMW steht für innovative und wegweisende Produkte und Dienstleistungen für individuelle Mobilität – dabei setzen wir eine hohe Priorität darauf, zu verstehen, welche Wirkung neue Mobilitätskonzepte auf Verkehr und Gesellschaft haben. WiMobil gibt uns die Chance, gerade im Bereich der Elektromobilität und des E-Car Sharing wertvolle Erkenntnisse zu erlangen, die langfristig dazu beitragen, Elektromobilität allen Bürgern leicht zugänglich zu machen.“

Für die Untersuchung stellen die BMW Group und ihr Partner, die Sixt AG, die Flotte des Premium Car Sharing Joint Venture DriveNow zur Verfügung, die in Berlin und München ab 2013 auch 60 voll-elektrisch angetriebene BMW ActiveE umfassen wird. Der Projektpartner Deutsche Bahn, DB Rent GmbH, bringt das Car Sharing System Flinkster in München und Berlin ein. Flinkster betreibt bereits 60 Elektrofahrzeuge in Berlin und plant auch in München E-Fahrzeuge in die bestehende Flinkster Flotte aufzunehmen.

Durch die Einbindung der beiden Städte Berlin und München soll auch die Rolle der Kommunen bei der Einführung von e-Car Sharing analysiert werden: Der Schwerpunkt in Berlin wird auf den Themen Parken und Laden liegen, in München auf der Frage über welche Einflussfaktoren die Kommunen verfügen. Im Ergebnis wird ein Leitfaden entstehen, wie Car Sharing in die städtische Mobilität integriert werden kann und welche Auswirkungen sich auf Mobilität und Umwelt ergeben.

 Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Universität der Bundeswehr München verantworten als wissenschaftliche Partner die Auswertung der Daten. Mit dem Start des Projekts „WiMobil“ wird nun zunächst das Erprobungsdesign definiert. Die Erhebung der Daten erfolgt in zwei Phasen von Juni 2013 bis März 2014 und von Juni 2014 bis März 2015.

Damit auch die kurzfristigen Wirkungen durch die Einführung von Elektrofahrzeugen in eine konventionelle Car Sharing Flotte untersucht werden können, enthält die erste Erhebungsphase in München keine Elektrofahrzeuge. Die Ergebnisse des Projekts werden Mitte des Jahres 2015 vorliegen. Informationen zum Projekt gibt es auch online unter www.pt-elektromobilitaet.de/projekte/foerderung-von-vorhaben-im-bereich-der-elektromobilitaet-ab-2012/begleitforschung/wimobil.  

Auswirkung von E-Car-Sharing auf Mobilität
Schließen