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20. August 2012
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Zwang zu niedrigeren Segmenten

Die deutschen Premiumautobauer wollen bzw. müssen verstärkt in niedrigere Segmente investieren. Mit ihren großen und schweren Automobilen allein könnten Audi, BMW, Mercedes oder Porsche die Flottenvorgaben wahrscheinlich nicht stemmen.

„Es kann für einen breit aufgestellten Hersteller günstiger sein, kleine Fahrzeuge zu Discountpreisen auf den Markt zu bringen, als hohe Summen in die CO2-Einsparung in den oberen Segmenten zu investieren“, sagte ein Automobilmanager zur Automobilwoche. Zur Folge könnte dies für die vor allem auf Kleinwagen spezialisierten Hersteller haben, dass sie mittelfristig noch massiver unter Wettbewerbsdruck geraten.

Wie berichtet, hat die EU-Kommission in ihrem Gesetzesvorschlag für 2020 als europäisches Flottenziel 95 g CO2/km fixiert. Dabei wurden die Vorgaben für schwere Fahrzeuge verschärft und Kleinwagen entlastet. Ein großer Profiteur davon wäre z.B. der Fiat-Konzern. Die Hürden für die deutschen Premiumhersteller sowie den breit aufgestellten Volkswagenkonzern samt dessen Premium-Ablegern wurden deutlich erhöht. So dürften die individuellen CO2-Ziele für 2020 bei Autos der  Mittel- und Oberklasse nur mit Plug-in-Hybriden erreichbar sein, die in Deutschland aber nur zu sehr hohen Aufpreisen zu haben sind. Die CO2-Ziele sind für die deutschen Premium-Hersteller sehr ambitioniert und fördern deren ohnehin vorhandenes Interesse am wachsenden Kleinwagensegment.