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25. Januar 2012
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HMI-Lösungen sollen Autofahrer entlasten

Um das Risiko der Fahrerablenkung zu reduzieren, wendet sich die Automobilindustrie zunehmend multimodalen Ansätzen für Mensch-Maschine-Schnittstellen (engl. Human Machine Interface - HMI) zu. In erster Linie soll die Information priorisiert und damit die Belastung des Fahrers reduziert werden.

Mit HMI-Lösungen soll in erster Linie die Information priorisiert und damit die Belastung des Fahrers reduziert werden

Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan werden im Jahr 2017 rund 16 Millionen Autos in Europa über eine einfache sprachbasierte Benutzerschnittstelle (engl. Basic Voice Interface) verfügen, 6,9 Millionen Autos über erweiterte sprachbasierte Benutzerschnittstellen und 1,2 Millionen über Multifunktionsknöpfe. Im selben Jahr werden in Nordamerika 13,6 Millionen mit einer einfachen sprachbasierten Benutzerschnittstelle ausgestattet sein, 6,8 Millionen Autos mit erweiterten sprachbasierten Benutzerschnittstellen, und 0,9 Millionen mit Multifunktionsknöpfen. 

Die Integration verschiedener fahrerfreundlicher und sicherheitsfördernder Benutzerschnittstellen in ein einheitliches System ist ein wachsender Trend. Multimodale HMI-Lösungen sorgen dafür, die zunehmende Komplexität zu reduzieren und dennoch auf den Bedarf der Nutzer nach unterschiedlichen Schnittstellen einzugehen.

„Automobilhersteller und Zulieferer arbeiten kontinuierlich an einer Priorisierung der Informationen von Infotainmentsystemen und Smartphones, um so das Risiko einer Fahrerablenkung zu verringern und die Sicherheit zu erhöhen“, erklärt Frost & Sullivan Research Analyst Krishna Jayaraman. „Vorrangiges Ziel von HMI-Lösungen ist die Vereinfachung der Interaktion des Fahrers mit dem Fahrzeug. Automobilhersteller sind aktiv auf der Suche nach einer optimalem Lösung dieser Herausforderung, indem sie die gleiche Linie von HMI-Lösungen innerhalb ihrer Produktlinien anbieten und so die Ablenkungsgefahr auf ein Minimum reduzieren und den Lernbedarf des Fahrers verkürzen.“

Die Mehrheit der In-Car-Funktionen macht es erforderlich, dem Fahrer eine erhebliche Menge von Informationen vorzulegen. Dies verstärkt das Risiko  einer Fahrerablenkung und dadurch ausgelösten Unfällen. Effizient gesteuerte Informationsflüsse stellen daher eine wichtige Herausforderung dar. „Die Information muss auf die verschiedenen Fahrzeugdisplays verteilt werden, und die Input-Kanäle müssen ergonomisch positioniert werden“, meint Jayaraman.

Von entscheidender Wichtigkeit ist hierbei die Entwicklung von einfachen, gut zugänglichen, weniger ablenkenden und kostengünstigen Benutzerschnittstellen.