News Management

06. Oktober 2011
« VorherigeNächste »

Mitreden bei der Dienstwagen-Entscheidung

Während in USA oder Japan Dienstwagen für leitende Mitarbeiter so gut wie gar kein Thema sind, wird es in Deutschland hoch gekocht. Hier zu Lande gelten Geschäftsautos als Incentive und die Branche behauptet, User-Chooser-Modelle würden erheblich zur Motivation der Arbeitnehmer beitragen.

Erstaunlicherweise sind aber gerade in Übersee die Mitarbeiter mehr motiviert, wie Untersuchungen in Kanada, USA, Japan oder Südkorea beweisen, obwohl es für sie keine Dienstwagen gibt.

Die aktuelle Studie von Arval („CVO-Barometer 2011 – Trends im Fuhrparkmanagement“), für die das Meinungsforschungsinstitut csa im Auftrag des Corporate Vehicle Observatory (CVO) mehr als 3.300 Flottenentscheider in elf EU-Ländern befragte, kommt zum Ergebnis, dass es vor allem in größeren deutschen Firmen zum festen Bestandteil der Personalpolitik geworden ist, die Arbeitnehmer an der Auswahl des passenden Dienstfahrzeugs zu beteiligen. 

In Europa dient der Firmenwagen, den die Berechtigten auf Kosten ihrer Arbeitgeber nutzen dürfen, oft als Motivationsinstrument zur Mitarbeitergewinnung und -bindung. So geben 74 % der befragten Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern an, ihren Dienstwagennutzern bei diesem Thema ein Mitspracherecht einzuräumen: Laut Aussage der Flottenentscheider wählen 40 % ihren Firmenwagen innerhalb eines bestimmten Budgets frei aus, weitere 34 % treffen ihre Wahl anhand einer vorgegebenen Liste. In Unternehmen mit 100 bis 999 Mitarbeitern dürfen immer noch 63 % der Firmenwagenfahrer bei der Fahrzeugauswahl mitreden – 43 % wählen frei innerhalb eines bestimmten Budgets, die übrigen 20 % aus einer vorgegebenen Liste.

In den kleineren Unternehmen mit 10 bis 99 Mitarbeitern sind die Auswahlmöglichkeiten jedoch deutlich eingeschränkt (oder es gibt gar keine Dienstwagen). Drei Viertel der befragten Unternehmen (75 %) räumen ihren Angestellten überhaupt kein Mitspracherecht bei der Fahrzeugwahl ein. nur ein Viertel der Dienstwagennutzer draf bei der Firmenwagenbestellung mitreden. Dieser Unterschied lässt sich damit erklären, dass die Fuhrparkverwaltung in kleinen Unternehmen meist der Geschäftsleitung obliegt.