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24. Juni 2011
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Was wird wohl aus dem Sorgenkind Maybach?

Einst mit großen Getöse gefeiert, inzwischen eine fast tote Marke, Maybach. Keine 30 der superteuren Karossen brachte Daimler voriges Jahr in Deutschland an den Mann, rund 160 waren es weltweit. Über 1.000 sollten es eigentlich werden.

Selbst Superreiche wollen nicht so recht zugreifen, wie es sich die Stuttgarter wünschen. In Deutschland fast nicht, in den USA auch nicht mehr und selbst die Chinesen zeigen dem superedlen Dickschiff eher die kalte Schulter. Ob Eigentümer Daimler mit dem Erbe von Zetsches Vorgänger Jürgen Schrempp, der die Marke seinerzeit wiederbelebte, diese noch im Jubiläumsjahr, 125 Jahre nach der Erfindung des Automobils, in der Versenkung verschwinden lässt oder später, die Entscheidung über die Zukunft steht in den Sternen. Inszwischen spekuliert die Fachwelt schon über einen möglichen Verkauf der offensichtlich hoch defizitären Marke.

Indes will Daimler auf der IAA im September  eine Studie der zweiten Maybach-Generation basierend auf der nächsten S-Klasse (kommt 2012) vorführen. Laut F.A.Z. soll es nach den Worten von Daimlerchef Dieter Zetsche  eine „höhere Wahrscheinlichkeit für eine positive Entscheidung“ (betreffend die Zukunft der Marke) geben, wenn ein Partner eingebunden werde. Zetsche selbst betrachtet den Maybach wohl eher als Milliardengrab denn als Hoffnungsträger, so die Zeitung. Und weiter: „Da nur ein Bruchteil der ursprünglich geplanten Verkäufe realisiert wurde, lässt sich ableiten, dass die Maybach-Manufaktur mit ihren 200 Mitarbeitern von Mercedes quersubventioniert wird.