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02. September 2010
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Fiat 500 Twinair überzeugt mit Fahrspass und Sparsamkeit

Nach der elektro-hydraulischen Ventilsteuerung Multiair im vergangenen Jahr holt Fiat zur nächsten technischen Revolution aus und bringt den 2-Zylinder-Motor zurück ins Auto. DMM/NewFleet hat den Stadtflitzer bereits getestet.

Der Fiat 500 Twinair begeistert durch wenig Verbrauch bei hoher Leistung

Das 875-Kubikzentimeter-Aggregat leistet dank Multiair und Turbolader ordentliche 63 kW / 85 PS und wird im Fiat 500 als sparsamster hybridfreier Serien-Benziner der Welt gepriesen: Die 4,1 Liter Durchschnittsverbrauch nach EU-Norm bedeuten einen CO2-Ausstoß von 95 Gramm pro Kilometer. Mit dem automatisierten Dualogic-Getriebe sind es noch ein Mal 0,1 Liter und 3 Gramm weniger. Das schlägt sich auch in der Kfz-Steuer nieder: die schlägt nur mit 18 Euro zu Buche.

Die PS-Zahl verdeutlicht es schon: Der Verzicht auf zwei Zylinder geht nicht zu Lasten der Leistung. Ganz im Gegenteil: Im Vergleich zum 1,2-Liter-Vierzylinder-Saugmotor mit 51 kW / 69 PS bietet das Twinair genannte Triebwerk 23 Prozent mehr Leistung und 20 Prozent weniger Emissionen. Viel entscheidender ist aber die Motorcharakteristik. Stolze 42 Prozent höher ist das Drehmoment im Fiat 500 Twinair. Konkret heißt das: 145 Newtonmeter. Und noch wichtiger: Sie liegen schon bei 1900 Umdrehungen in der Minute an.

So zerstreut der kleine Fiat bei Testfahrten auf Berlins Straßen bereits auf den ersten Kilometern sämtliche Bedenken. Das Auto erweist sich als überraschend spritzig und der Motor gibt sich bis zur Abriegelung bei 6000 Umdrehungen in der Minute enorm drehfreudig. Der Twinair macht einfach Spaß. Umgekehrt lässt er sich auch erstaunlich schaltfaul bewegen. Erst unterhalb von 1500 Umdrehungen beklagt sich das kleine Triebwerk etwas, das ansonsten auch durch seine Laufruhe auffällt, denn Fiat hat den beiden parallel laufenden Kolben eine Ausgleichswelle spendiert.

Ein wenig ungewohnt ist der etwas knurrige Motorklang beim Beschleunigen, doch nicht nur wir fanden das alles andere als störend, sondern absolut zum Charakter passend.