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14. Juni 2010
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Lithium aus Afghanistan fürs Elektroauto

Bis zu 1 Billion US-Dollar (ca. 820 Mrd. Euro) sollen die Bodenschätze wert sein, die Geologen im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums in Afghanistan entdeckt haben wollen. Darunter soll auch Lithium sein, das man für die Mobilität von morgen dringend braucht.

Lithium-Vorkommen werden vor allem bei den trockenen Salzsseen im Westen Afghanistans vermutet.

Wie die New York Times berichtet, könnte Afghanistan das „Saudiarabien des Lithiums“ werden. So soll es in einer Pentagon-Studie zu lesen sein. Lithium ist unabdingbar für die Herstellung von Lithium-Ionen-Akkus für die Automobilindustrie, für die Produzenten von Mobilfunkgeräten und Laptops.

Kenner fürchten allerdings, dass die Entdeckung der Bodenschätze die militärischen Auseinandersetzungen im ohnehin schon kriegsverwüsteten Land zusätzlich anheizen könnten. Andererseits könnten die Rohstoffvorkommen mittel- und langfristig das Rückgrat der afghanischen Wirtschaft werden, sagte ein Sachverständiger des afghanischen Bergbau-Ministeriums.

Die Lithium-Vorkommen werden vor allem bei den trockenen Salzsseen im Westen Afghanistans vermutet, schreibt die US-Tageszeitung, während signifikante Gold-Lagerstätten ausgerechnet in den besonders unruhigen Pashtunen-Gebieten liegen. Alleine die Vorkommen an Eisen und Kupfer könnten Afghanistan laut Pentagon-Angaben zu einem der größten Förderländer dieser Metalle machen.