News Interview
„Nachhaltige Mobilität muss erschwinglich sein“
Ford-Deutschlandchef Bernhard Mattes spricht sich kurz vor dem Elektrogipfel am 3. Mai im Kanzleramt für eine stärkere Förderung der Elektromobilität aus."500 Millionen Euro reichen eventuell nicht aus, um Deutschland hier als Welt-Leitmarkt zu positionieren", sagte Mattes im Interview mit der Autogazette, Kooperationspartner von Newfleet.
Autogazette/Newfleet: Herr Mattes, kommt nach der Ende der Abwrackprämie nun das Jahr des Jammerns auf Sie zu? Bernhard Mattes: Nein, überhaupt nicht. Wir konzentrieren uns weiter auf die Umsetzung unserer produktgetriebenen Strategie und werden in diesem Jahr elf neue Produkte auf den Markt bringen. Hinzu kommen die neuen Ecoboost-Benzinermotoren sowie die überarbeiteten Dieselmotoren und das Powershift-Getriebe. All das wird dazu beitragen, dass wir unsere Marktposition in Deutschland und Europa halten. Für Deutschland planen wir derzeit einen Marktanteil von 7,6 Prozent.
Autogazette/Newfleet: Da passt es aber nicht ins Bild, dass nach zwei Monaten ein Verlust von 24 Prozent unter dem Strich stand. Ist das schon der erste Knick? Mattes: Unsere Erwartungen waren, dass sich der deutsche Markt um rund eine Millionen Neuzulassungen vermindert. Diese Entwicklung haben wir in unsere Überlegungen einbezogen.
Autogazette/Newfleet: Liegt der Focus in diesem Jahr dann eher auf dem Geschäft mit den Flottenkunden? Mattes: Beide Bereiche – Privatkunden und Flottenbetreiber - sind wichtig. Wir haben im vergangenen Jahr den Privatkundenanteil auf 60 Prozent erhöht und wollen dort weiterhin erfolgreich sein.



