News Interview
Chevrolet will mehr gewerbliche Kunden
Markus Leithe sieht für Chevrolet auf dem deutschen Markt deutliche Wachstumschancen. Ungeachtet der Absatzkrise will der Deutschland-Chef noch in diesem Jahr den Marktanteil leicht steigern. "Unser Ziel ist ein Marktanteil von 0,9 bis 1 Prozent", sagte Leithe Im Interview mit der Autogazette, Kooperationspartner von Newfleet. Im Vorjahr kam Chevrolet mit 31.259 Verkäufen auf einen Marktanteil von 0,8 Prozent.In diesem Jahr rechnet Leithe nach dem Auslaufen der Abwrackprämie mit einem Gesamtabsatz von mindestens 25.000 Fahrzeugen für die Marke. "Ich hoffe jedoch darauf, dass es noch etwas mehr sein werden, da ich von einem Markt von 2,7 Mio. Fahrzeugen ausgehe."
Autogazette/NewFleet: Herr Leithe, Sie sind seit dem 1. Oktober Deutschland-Chef von Chevrolet. Haben Sie es mittlerweile bereut, den Job angetreten zu haben? Markus Leithe: Nein, überhaupt nicht. Es macht enorm viel Spaß, da Chevrolet eine Marke mit enorm viel Potenzial ist.
A/NF: Die Zahlen der ersten drei Monate sind Ihnen aber bekannt? Dort steht ein Minus von 25 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Leithe: Natürlich. Im Januar sah es für uns sogar noch recht gut aus, doch dann wurde auch für uns die Lage schwierig. Dazu hat ohne Frage auch der lange Winter beigetragen. Kaum ein Kunde hat bei diesen Minusgraden den Weg in die Autohäuser angetreten. Wenn Sie sich die Zahlen aber genau anschauen, dann sind wir eine der Marken, die noch relativ wenig verloren hat.
A/NF: Ist der Absatzrückgang nach dem Ende der Abwrackprämie so ausgefallen, wie Sie das erwartet haben? Oder ist es noch schlimmer geworden? Leithe: Niemand konnte damit rechnen, dass Deutschland in diesem Jahr in Schnee und Eis versinkt. Entsprechend hat das Wetter auch noch einmal zu einem zusätzlichen Einbruch geführt. Dadurch hatten wir fast einen Stillstand von sechs Wochen, die es gilt, nun wieder aufzuholen.


